"Spielbetrieb-Einstellung keine Katastrophe"

19.03.2020

Interview
Einsendung zum Thema Corona-Virus: Wie geht Fußball-Österreich mit der Krise um?
11teamsports Aktion
Die Fußballplätze Österreichs stehen vorerst leer - so auch beim SV Loipersbach aus der 1. Klasse Mitte des Burgenlandes. Funktionär Simon Bader spricht über die aktuelle Vereins-Situation, wirtschaftliche Komponente und appelliert zugleich an alle Spieler und Trainer, in dieser schwierigen Zeit zusammenzustehen. Bader über:

... die Einstellung des Spielbetriebs: Ich denke, die Einstellung des Spielbetriebs ist in erster Linie keine Katastrophe. Eine Katastrophe ist die derzeitige Lage in den Krankenhäusern in Italien. Ich möchte mir gar nicht ausdenken, wie die Situation für die betroffenen Menschen sein muss. Daher muss man schon alles relativieren und objektiv betrachten. Jeder wird ein paar Wochen oder Monate auf den Amateurfußball verzichten können. 
 
... über die Situation beim SV Loipersbach: Wir werden aus der Situation das Beste machen. Selbstverständlich ist unsere Anlage komplett gesperrt. Wir haben einige kleine Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten, die nun erledigt werden können und der Platz wird durch die Pause in einigen Wochen in einem noch besseren Zustand sein als er es jetzt auch schon ist. Das passiert alles natürlich unter strikter Einhaltung der vorgeschriebenen Verordnungen und Maßnahmen, um keine Verbreitung des Virus zu riskieren. Die Spieler haben verschiedene Übungen erhalten, welche in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden können, um eine Grundfitness zu erhalten. 
 
... über die wirtschaftliche Komponente: Die wirtschaftliche Komponente ist noch nicht einschätzbar. Da bei uns in nächster Zeit keine Feste geplant gewesen wären, haben wir dahingehend noch keine großen Sorgen. Natürlich entgehen uns die Einnahmen bei den Heimspielen. Wie es mit Einnahmen aus Sponsoring aussieht, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Aber da ich inständig hoffe und auch davon überzeugt bin, dass kein Spieler bzw. Trainer irgendwelche Aufwandsentschädigungen für die aktuelle spiel- und trainingsfreie Zeit fordern wird, können wir auch dies verkraften. Die laufenden Betriebskosten wie Strom, Wasser etc. müssen natürlich bezahlt werden. Aber auch da haben wir auf Minimalbetrieb umgestellt, um die anfallenden Kosten so gering wie möglich zu halten. 
 
... Zusammenhalt: Für alle anderen Amateurvereine hoffe ich ebenfalls, dass sich der wirtschaftliche Schaden in Grenzen hält und appelliere an alle Spieler und Trainer, dass nicht auf abgeschlossene Vereinbarungen und Verträge gepocht und Geld gefordert wird. Man sollte bedenken, wenn dies jeder tun würde, würde dies einen enormen wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen und den einen oder anderen kleinen Verein in den Ruin treiben. Auch hier sollte Zusammenhalt und Solidarität an erster Stelle stehen, um jeden Amateurverein so gut es geht durch diese Zeit zu führen.  
 
 
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Lukas Mitmasser
Lukas Mitmasser - Administrator
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