Burgenlandliga - Team des Jahres Herbst 2018

18.11.2018

team des Jahres1
Dieses Wochenende ging die Burgenlandliga mit zwei Nachtragspielen zu Ende, aber bewahren Sie bitte die Ruhe, denn in etwas mehr wie 100 Tagen geht es schon wieder los. Daher ist jetzt genügend Zeit "zurückzublicken", beginnen wollen wir mit dem Team des Herbstdurchganges.
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In eigener Sache

"Natürlich" stellt sich das Team des Jahres irgendwie von selbst auf, denn fanreport schaut einmal bei den Offensiven, wie oft hat wer getroffen, bei den Defensiven, wer hat wie wenig Tore bekommen. Weiters spielt auch der Faktor Sympathie eine Rolle, entscheidend für die Nominierung ist aber nachwievor die Leistung. Und das Teilnehmerfeld von gut und gern 200 Landesligakicker auf "11 Auserwählte" zu beschränken, da war viel Tüftelei, bzw. Recherchen notwendig. Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben es dann doch geschafft, die "Richtigen" zu finden:

Tor: Lukas Stifter (ASV Draßburg)
fanreport erinnert sich noch ziemlich genau an den 13. August 2016, denn "halb gewollt", bzw. "halb zufällig" war, - die Burgenlandliga spielte nämlich Freitag (12.) und am Feiertag (15.8.) eine Doppelrunde - fanreport an diesem besagten Samstag beim Spiel Oberloisdorf - Rohrbach in der 2. Liga Mitte. Dabei "feierte" bei Rohrbach der erst 16-jährige Lukas Stifter, Sohn von Rohrbach Legende, bzw. Rohrbach Grobmechaniker Markus "Max" Stifter sein Debüt. "Der wird keiner" hatte sich fanreport nach ein paar Minuten ein Urteil gebildet und verlor den jungen Rohrbacher aus den Augen. Umso überraschter war dann fanreport in der Sommerübertrittszeit 2017, denn der ASV Draßburg holte Lukas als Nachfolger für Thomas Mandl. Stifter  kam bei Mandl in die richtigen Hände, er investierte Fleiß, Ehrgeiz und Trainingsbegeisterung und was noch mehr zählte, er lernte nicht nur viel, er lernte nämlich verdammt schnell von "Tom" Mandl. Langsam durfte er in die Kampfmannschaft reinschnuppern, diese Saison war er dann nicht nur die Nummer Eins vom Kogelberg, sondern unbestritten die Nummer Eins der Burgenlandliga. Er spielt geschickt mit, denkt mit und ist ein richtiger "Pfeiff-Mich-Nix" haut sich in Situationen rein, Mama und Oma Stifter machen öfter die Augen zu, Papa und Opa Stifter denen taugt das hingegen, die Generation "Wildes Rohrbach" lebt. Also,  wenn`s so weitergeht gibt es in Draßburg in den nächsten 15 Jahren keine Tormanndiskussion, bei den 12 erhaltenen Treffern im Herbstdurchgang auch nicht nötig.

Abwehr: Klaus Lehrner (ASK Horitschon)
Zwischen Horitschon Trainer "Motz" Bleyer, dem fanreporter bzw. dem g`scheitesten Trafikaten Österreichs war so eine richtige Männerfreundschaft entstanden, daher war man oft bei Horitschon Spielen zu "Besuch". Dabei fiel fanreport immer mehr und mehr die konsequente Spielweise von Klaus Lehrner auf. Den kannst du umspielen und schon steht er wieder vor dir, dachte sich fanreport und fand an der Art und Weise wie der 25-jährige seinen "Job" machte, immer mehr Gefallen. Konsequent und richtig lästig kann er sich in eine Aufgabe verbeissen und vor allem mit fairen Mitteln geht er zu Werke. Denn wenn man auf seine Kartenstatistik schaut, 2 Gelbe und 1 Gelb/Rote, die Art wie Lehrner verteidigt wäre zur Nachahmung empfohlen. Dann hätte nämlich nicht nur Horitschons Abwehr  ruhigere 90 Minuten, auch Trainer Bleyer würde nicht mit so einem feuerroten "Plutzer" durch die Gegend kommandieren.

Abwehr: Alen Gluhak (ASV Draßburg)
Der 30-jährige Kroate kam vor vier Jahren vom TSV Hartberg ins Burgenland und steht seitdem mit seinem Namen für Zuverlässigkeit, Disziplin und konsequentes Abwehrverhalten. In der Draßbujrger Abwehr ist er der unumschränkte "Chef", gibt die Schlagzahl vor und hat mit seinen 1,91 m stets den Überblick. Natürlich ist er deshalb oft der Meister der Lüfte, seine klärende "Birn" ist bei hohen Bällen oft zu finden. Und bei "nur" 4 Gelben erkennt man schon die Stärken einen Alen Gluhak, er hat logischerweise mehr den Ball als den Gegner im Visier, bei nur 12 Gegentreffern spricht diese Art der Abwehr für den Kroaten. Und was ganz wichtig ist, der in Draßburg wohnhafte fühlt sich wohl, das Rundumpaket passt und wieder ein Beweis, wenn alles passt, dann passt auch die Leistung.

Abwehr: Dominik Luif (SC Pinkafeld)
"Den longen Dreier von Pinkafeld konnst ruhig nehma", sagte ein Burgenlandliga-Trainer gefragt nach seiner Abwehr für das Team des Herbstes. Natürlich hatte fanreport den 29-jährigen schon längst am Radar, denn Luif verkörpert alle Eigenschaften die man sich als Trainer von einem Defensives erwartet. Zwei Gelbe im gesamten Herbst, hat wer noch Fragen, was denn jetzt die Stärken des Dominik Luif sind? Das Pinkafelder Urgestein, zugleich Symbol für Vereinstreue ist konsequent in seinem Abwehrverhalten, bleibt aber immer im Rahmen des Erlaubten. Ein richtiger "Leader-Typ", treibt an, motiviert, behält selbst in kritischen Situationen den Überblick, mit nur 13 Gegentoren hat man sich daher den dritten Tabellenplatz nach der ersten '"Halbzeit" redlichst verdient.

Abwehr: Lukas Unger (SV Eltendorf)
Der 18-jährige Kukmirner wagte in der Jännerübertrittszeit 2018 den Sprung über die Berge, oder anders formuliert, er wechselte von der 1. Klasse Süd in die Burgenlandliga. Und dieser Sprung klappte irgendwie problemlos, denn Unger entwickelte sich zu einem Stammspieler. Anpassungsfähig, egal ob auf der Seite oder zentral, der kompromisslose Defensivmann erfüllt seine Aufgabe mit 100 %. Laufstärke gepaart mit Zweikampfstärke, seine Vorgaben den Gegner sportlich "auszuschalten", das hat in der ersten Saisonhälfte gepasst und bei nur ein Mal Gelb braucht man nach der Art und Weise wie der junge Defensivmann verteidigt, nicht nachfragen.

Mittelfeld: Goran Erseg (FC Deutschkreutz)
Der 25-jährige ist in diversen "Saisonteams" ein Dauerbrenner, man sagt auch, wenns dem Erseg gut läuft, dann läuft es auch der Mannschaft. Mit seinem kraftvollen Antritt und einem strammen "Bum-Bum" ist er schwer in den Griff zu bekommen, "selbstverständlich" gehen im Herbst die meisten Deutschkreutz Treffer auf sein Konto, er traf fünf Mal. Nach den 42 Toren in den letzten drei Jahren sicher ausbaufähig, allerdings plagte sich Erseg im Herbst mit diversen Weh-Wehchen über die Runden. Er spielt jetzt die vierte Saison im Mittelburgenland, fühlt sich irgendwie heimisch und trotz "höherer" Angebote wollte er von einem Vereinswechsel nicht wissen.

Mittelfeld: Christoph Saurer (SC Pinkafeld)
Der 32-jährige Südburgenländer verkörpert noch die typische Spielmacherrolle. Fast magisch zieht er die Bälle an, verteilt sie geschickt, bei Saurer schaut alles so "leicht und locker" aus. Na ja, wenn man sich seine bisherigen Vereine wie z.B. Austria, LASK, Rapid oder Wacker Innsbruck liest, da muss doch was hängengeblieben sein. Trotzallem ist Saurer in Pinkafeld bescheiden geblieben, er spielt nicht den Star, ordnet sich in ein starkes Kollektiv ein, bietet auch in der Defensive seine Hilfe an, er spielt halt mannschaftsdienlich. Diese bodenständige Art macht ihn in Pinkafeld beliebt, mit einem Wort, die Art und Weise des Christoph Saurer kommt sowohl auf dem Spielfeld wie auch außerhalb gut an.

Mittelfeld: Holger Knartz (ASV Draßburg)
"Den Deutschen kannst überall hinstellen, der bringt auf jeder Position seine Leistung", meinte "stolz" Draßburg Obmann Ernst Wild zu fanreport. Der 28-jährige "Ossi" aus Erfurt kam über den Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern, 1860 München bzw. Eintracht Trier vor fünf Jahren auf den Kogelberg und ist die "Vorzeigefigur" puncto Einsatz, Willensstärke und Durchsetzungsvermögen. Und seine nicht zu verachtende Schnelligkeit macht ihn noch "unberechenbarer". "Deutsche Qualität" setzt sich eben durch, denn bei Holger Knartz hat man nie den Eindruck, er kann nicht, er will nicht, bis zum Schluss zeigt er die Kämpfernatur. Und was er noch zeigt, das sind seine Tormacherqualitäten, er traf im Herbst sieben Mal, für einen eher defensiven Spieler eine nicht zu verachtende Marke.

Angriff: Thomas Herrklotz (SV Oberwart)
Gehts Herrklotz gut, dann gehts auch Oberwart gut, denn als Herrklotz zu treffen begann, ging es mit Oberwart wieder bergauf. Der gebürtige Oberwarter ist ein Beispiel an Vereinstreue, denn bis auf ein Engagement in Stegersbach blieb er stets heimatverbunden. Herrklotz hat den Instinkt im Strafraum, dort wo`s gefährlich werden könnte, dort steht schon ein Thomas Herrklotz. Und mit seinen 12 Toren zur Halbzeit sorgte er nach der katastrophalen Startphase für Erleichterung in der Bezirksstadt und sollte er auch im Frühjahr seinen Torinstinkt beibehalten, dann ist ein Platz im vorderen Mittelfeld sicher möglich.

Angriff: Noel Kustor (ASK Horitschon)
Der 22-jährige Ungar aus Ödenburg steigert sich von Jahr zu Jahr, denn im ersten Horitschoner Jahr traf er fünf Mal, in der Vorsaison 16 Mal und diese Saison hat er schon 14 Tore auf seinem Konto. Bei ihm schaut die Ballbehandlung so spielerisch leicht aus, technisch stark beschlagen, er spielt Fußball, er plagt sich halt nicht, unter dem Motto "Der Ball, mein Freund". Vor allem wenn Kustor in Strafraumnähe angespielt wird, dann läuten beim Gegner sämtliche Alarmglocken, denn mit seiner kurzen Ballführung braucht er nicht viel Raum um sich durchsetzen zu können. fanreport hat oft den Bleyerschen Spruch in den Ohren "wenn ich nur ein paar Kustors in der Mannschaft hätte".

Angriff: Dominik Nöst (SV Stegersbach)
Wenn man von einem "Fast-Absteiger" als Stürmer in das Team der Herbstsaison einberufen wird, da läuft doch was schief. Logischer erscheint es aber aus der Sichtweise, wenn man von den elf Gesamttoren acht alleine machte. So passiert beim 28-jährigen Steirer der im Sommer von Oberligisten Gössendorf in die Thermenstadt wechselte und einer der wenigen war, die den Erwartungen entsprachen. Kopfballstark, gepaart mit der körperlichen Fitness, dann noch die Knipserqualitäten, an ihm ist die schlechte Tabellenplazierung sicher nicht gelegen. Ob es im Frühjahr allerdings noch einen Dominik Nöst fußballerisch in Stegersbach geben wird, das steht noch in den  Sternen, eher vorstellbar ein Vereinswechsel in den Grazer Raum. "Ich bin auf der PÄDAK in Graz, die wöchentliche Fahrbelastung ist enorm, es ist zwar noch in Schwebe, aber die Tendenz geht eher Richtung Heimat", so Nöst zu fanreport.
Helmut Barisits
Helmut Barisits - Redakteur
helmut.barisits@fanreport.at

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