Oberwart will mehr

03.02.2019

oberwart tribüne
Der SV Oberwart war über Jahrzehnte jenseits des Sieggrabener Sattels das fußballerische Aushängeschild des Südburgenlandes. Vor zwei Jahren erlebte man den endgültigen Tiefpunkt in der Fußballhistorie, aber wie sagt man so schön, auf Regen folgt Sonnenschein. Es geht kontinuierlich wieder bergauf und im Landessüden träumt man, besser gesagt, man arbeitet wieder daran, von einer erfolgreichen Zukunft.
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Ära Gerhard Horn beginnt mit einem Tiefschlag
Im April 2017 übernahm Gerhard Horn, im Zivilberuf erfolgreicher Geschäftsführer der Klöcher Bau, eine Firma mit 300 Beschäftigten, das Präsidentenamt beim SV Oberwart. "Wenn man mit 300 Leuten kann, wird es doch auch mit 11 Spielern gehen", wird sich Horn gedacht haben, doch die Saison 2016/2017 in der Burgenlandliga endete mit einem sportlichen Desaster, Oberwart stieg nämlich in die 2. Liga Süd ab. Wahrscheinlich hätte es bei anderen Vereinen Rücktritte en masse gegeben, nicht so in Oberwart. Gerhard Horn und sein Team krempelten die Ärmel hoch, unter dem Motto "Jetzt erst recht" stürzte man sich in die Arbeit.

Die 2. Liga Süd war dann - vor allem im Herbst - kein Selbstläufer, nach dem ersten Durchgang hatte man bereits sieben Punkte Rückstand auf Jennersdorf. Horn entschied sich zu einem Trainerwechsel, statt Zoltan Horvath kam Jürgen Halper und mit einer fulminanten Frühjahrssaison konnte man Jennersdorf noch abfangen und nach dem 4:0 gegen Rechnitz war der Meistertitel unter Dach und Fach, quasi der sportliche Betriebsunfall, sprich Abstieg, war Geschichte, die Burgenlandliga hatte Oberwart wieder.

Nicht schon wieder
Die Burgenlandliga schien aber eine Nummer zu groß zu sein, nach acht Runden hatte man zwei Punkte auf der Haben-Seite, Torverhältnis 5:18, dann erfingen sich die Oberwarter und mit einem wahren Kraftakt holte man aus den verbleibenden sieben Runden noch 18 Punkte, zu Buche steht ein kaum mehr erwarteter "hinterer" Mittelfeldplatz in der Tabelle. Bereits in der "schlechten" Oberwarter Phase wartete das ganze Land, auch fanreport, auf den Rauswurf von Trainer Halper. Was machte aber Gerhard Horn, er stärkte dem Trainer den Rücken, bereits legendär der Horn`sche Spruch, "bevor der Trainer geht, gehe ich". Beide blieben, war gut so! Eindrucksvoll hatte Präsident Horn bewiesen, das sein Präsidentenamt nicht als Spielwiese für die Befriedigung seiner persönlichen Eitelkeiten da war, sondern das  immer das Wohl des Vereins im Vordergrund steht.

Horn mit Doppelfunktion
Nach dem berufsbedingten Rücktritt von Obmann Roland Horvath führte an Gerhard Horn kein Weg vorbei, einstimmig wurde ihm auch der Obmann ans Herz gelegt, die beste Entscheidung. Denn Horn hatte  als Präsident im Hintergrund als "Strippenzieher" gewerkt, nur zwei Zahlen: Der Schuldenstand wurde in seiner Ära um 117.000 Euro reduziert, den Rest von 22.000 schaff`ma auch noch, nicht wahr Herr Obmann Präsident.
Ein tragfähiges Fundament, einen soliden Rohbau und ein ordentliches Dach, so wie in der Baubranche, nur so kann ein Verein funktionieren. Horn ist im Verein der Antreiber, ist der Motivator, für ihn zählt die Menschlichkeit, er weiß, ohne die vielen "unermüdlichen" Helfer ist man "verloren".

Sportlich will man mehr
Natürlich strebt man in Oberwart in den nächsten Jahren sportlich nach mehr, kurzfristig will man eine deutliche Rangverbesserung, Wunschdenken wäre, bereits am Ende der Saion in der Burgenlandliga "bester" Südverein  zu werden, also gilt es, sechs Punkte auf Pinkafeld aufzuholen. Am Transfermarkt blieb man  zurückhaltend, einzig und allein Stefan "Wesko" Wessely wurde geholt. Ironie des Schicksals, vor einem Jahr verletzte sich Wessely in der Oberwarter Sporthalle, nun gibt es wieder die ersten Gehversuche. Mit einem Kroaten der in der Umgebung spielt ist man in Verhandlung, ob es was wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Und was bei der Mannschaft noch "euphorischen Jubel" auslöste, Präsident oder Obmann (wie sagt man jetzt eigentlich) Horn spielte verspätet Weihnachtsmann, er schickt die Mannschaft für eine Woche auf Trainingslager in die Türkei.
Einige Berufsoptimisten sehen den SV Oberwart in den nächsten Jahren bereits wieder in der Regionalliga oder auch höher, dazu hat man in Oberwart einen klaren Standpunkt. Das wirtschaftliche wie auch das sportliche Umfeld müssen passen, die Mannschaft muss passen, dann vielleicht. Nur aufzusteigen um damit anzugeben, das wird es in Oberwart nicht geben!



Helmut Barisits
Helmut Barisits - Redakteur
helmut.barisits@fanreport.at

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