Hooligan-Angriff: BW und Vorwärts äußern sich

05.11.2018

polizei
Es waren tumultartige Szenen, die sich nach dem OÖ-Derby zwischen dem FC Blau-Weiß Linz und dem SK Vorwärts Steyr abgespielt haben. Vermummte Hooligans lauerten Vorwärts-Fans am Ennsdorfer Bahnhof auf und verprügelten diese. Nun äußern sich beide Verein.
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Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten trugen sich die Szenen nach der Partie zwischen BW Linz und Vorwärts Steyr (2:0) zu. Eine gewaltbereite Gruppe hatte Fans von Vorwärts Steyr auf dem Bahnhof in Ennsdorf aufgelauert und warfen Rauchbomben in den Zug. Wer war Vorwärts-Anhänger erkennbar war, wurde aus dem Zug gezerrt und verprügelt. Als die alarmierten Polizeikräfte eintrafen, waren die Angreifer bereits verschwunden, die Polizei ermittelt in dem Vorfall.

Der FC Blau-Weiß Linz distanziert sich in einem Statement von den Vorfällen: „Eine solch abscheuliche Tat ist nicht mit dem Leitbild bzw. der Präambel des FC Blau-Weiß Linz vereinbar.“

Derzeit wolle der Verein die polizeilichen Ermittlungen abwarten, laut Vereinsinformationen soll es sich bei der Tätergruppe nicht um Personen aus Linz handeln. „Wie uns bei der gestrigen Sicherheitsbesprechung vor dem Spiel von den Sicherheitsbehörden mitgeteilt wurde, gab es seitens der Fans des SK Vorwärts Steyr bereits im Vorfeld den Hinweis an die Polizei, dass bei der Hinreise zum Spiel ein Überfall am Bahnhof St. Valentin auf Gästefans aus Steyr von einer Ultra-Gruppierung, die NICHT dem FC Blau-Weiß Linz zuzuordnen ist, geplant war. Dieser fand zunächst zur Erleichterung der Sicherheitsbehörden und beider Vereine nicht statt. Leider mussten wir allerdings feststellen, dass der Überfall auf die Steyr-Fans dann doch durchgeführt wurde - zu einem anderen Zeitpunkt (nach dem Spiel) und an einem anderen Ort (Bahnhof Ennsdorf)“, Und: „Sollten die polizeilichen Ermittlungen ergeben, dass es sich doch um Täter aus Linz mit irgendeinem Bezug zum FC Blau-Weiß Linz handelt, werden wir für diese vorsätzliche und gewalttätige Tat, ausnahmslos lebenslange Stadionverbote aussprechen“, heißt es vom Verein weiter.

Auch der SK Vorwärts Steyr hat eine Mitteilung zu den Vorfällen veröffentlicht. Dort heißt es: „Der SK Vorwärts Steyr verurteilt daher die Vorfälle am Bahnhof Ennsdorf und bitten jeden Fahrgast, der in diesem Zusammenhang wertvolle Beobachtungen gemacht hat, sich bei der Polizei entsprechend zu melden, um sicherzustellen, dass Personen, die sich straffällig gemacht haben auch ihre gerechte Strafe bekommen.“

Zudem fordert der Aufsteiger folgendes: „ES IST ZEIT AUFZUWACHEN! Wir als SK Vorwärts Steyr finden, dass es nun endgültig an der Zeit ist, ein starkes und nachhaltiges Zeichen gegen Gewalt im Fußball zu setzen. Daher werden wir in den kommenden Wochen, unabhängig vom Vorfall in Ennsdorf, mit allen Fangruppierungen Gespräche führen und ein gemeinsames Konzept gegen Gewalt erarbeiten.“ Damit wolle man sicherstellen, dass ein Vorfall wie in Ennsdorf nicht mehr vorkommt.

Johannes Posani
Johannes Posani - Chefredakteur
johannes.posani@fanreport.at

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