Karten-Chaos in der 2. Klasse

11.09.2017

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Die wohl kurioseste Schiedsrichterleistung des Jahres.
SportkabineIn der 2. Klasse Mitteost kam es am 3. September zu einer wohl geschichtsträchtigen Partie zwischen Stroheim und Oftering. Dabei unfreiwillig im Mittelpunkt: Ein Unparteiischer, der an diesem Sonntagnachmittag wohl nicht ganz auf der Höhe war.

Kurz nach 16:00, als der Schiedsrichter zurück in die Katakomben lief um seine vergessene Stoppuhr zu holen, fand das Kuriositätenkabinett seinen Anfang. Neben zahlreichen Treffern hagelte es in Durchgang eins auch die ein oder andere gelbe Karte - die erste ging auf das Konto von Raffael Mörth. "Wenig später deutete der Schiri seiner Frau auf die Tribüne, dass er was zum Schreiben braucht", erklärt Oftering-Trainer Jürgen Ließ. Wie sich später heraustellte, vergaß der Unparteiische anfangs nicht nur seine Uhr, sondern auch einen funktionstüchtigen Kugelschreiber. So ging Durchgang eins bei einem Stand von 2:2 zu Ende.

DREI PLUS EINS IST AUCH VIER
Nach exakt einer Stunde folgte der erste Platzverweis: Stroheims Markus Gruber sah eine reguläre gelb-rote Karte und musste vom Feld. Keine zwei Minuten später dann der erste, schwerwiegende Fehler des Unparteiischen. Raffael Mörth sah in Minute 60 seine zweite gelbe Karte, durfte jedoch zur Überraschung aller Ofteringer weiterspielen. Wenn auch nur für 15 Minuten. Denn in Minute 78 war es wieder Mörth, der eine zu harte Gangart an den Tag legte und seine dritte gelbe Karte in diesem Spiel sah. Jetzt hatte auch der Unparteiische ein Einsehen und schickte die Nummer 8 - Anmerkung: nach drei gelben Karten - vom Feld.

Nur eine Minute später setzte sich die Misere des Referees fort. Daniel Schiroky, der sich in diesem Spiel noch für kein Vergehen verantwortlich zeichnete, sah nach seinem ersten Gelbfoul plötzlich die gelb-rote Karte. "Er hat das dem Schiri auch gesagt. Ich bin erst später draufgekommen, das er noch gar keine zweite hatte", ärgert sich Ließ. Somit war klar: Die erste gelbe Karte, die eigentlich Raffael Mörth sah, ordnete der Schiedsrichter, wohl dem kaputten Schreibgerät geschuldet, Schiroky zu. "Beim Verband hat er gesagt, dass er sich vielleicht geirrt hat. Er hatte ja auch zehn Minuten keinen Kugelschreiber", so Oftereins Coach, der auch sein 'Vergehen' nach Abpfiff bereut. "Blöd war, dass ich danach den Spielbericht unterschrieben habe." Folglich legten die Gäste Protest ein, der wurde jedoch wegen mangelnder Beweise abgelehnt. "Beim Verband hat man uns zwar geglaubt. Man bräuchte aber einen Videobeweis oder ein Foto, um es zu beweisen. Wer hat das in einer 2. Klasse?"

"NICHT DAS ERSTE MAL"
Wie Jürgen Ließ zum Abschluss erzählt, war dieses Missgeschick kein Einzelfall. "Letzte Saison war es auch schon das gleiche, dass ein Spieler trotz zweier gelber Karten nicht ausgeschlossen wurde. Das ist 2. Klasse."


Lukas Mitmasser
Lukas Mitmasser - Administrator
lukas.mitmasser@gmx.at

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