„Vorzeigeprojekt“: FC Stubai stellt sich vor

16.04.2019

FC Stubai Fotocredit: FC Stubai
Die vier Stubaier Fußballvereine nehmen die kommende Saison als FC Stubai in Angriff.
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Eine Vision wird Realität. Der FC Stubai geht in der Saison 2019/20 in der Meisterschaft an den Start. Ziele, Hauptsponsor und Spielorte verriet der Verein nun ebenso.

Oberstes Ziel des FC Stubai wird es sein, die optimalen Voraussetzungen für die Ausübung des Fußballsports zu schaffen, erklärt der Verein in einer Aussendung. „Vom Breiten- zum Spitzensport, von Jung bis Alt, alle Stubaier mit Interesse und Leidenschaft für Fußball sollen im FC Stubai ihren Platz finden und im Tal die bestmöglichen Bedingungen vorfinden“, bringt Florian Kindl, designierter Obmann-Stellvertreter, die Philosophie des FC Stubai auf den Punkt. In den letzten acht Monaten wurde in zahlreichen Sitzungen an einer nachhaltigen Vereinsstruktur gearbeitet, die alle Stubaier Gemeinden einbindet und auch einen Aufsichtsrat vorsieht. „Wir wollen ein moderner Mitgliederverein sein, der in allen Bereichen professionell auftritt und ebenso arbeitet“, erklärt Dirk Kuhlewind, designierter Organisationsvorstand. Die offizielle Vereinsgründung wird nach Abschluss der Frühjahrssaison über die Bühne gehen.

FC Stubai: Pläne laufen seit Mai 2018

Der letzte Anlauf für einen gemeinsamen, talweiten Fußballverein war 2014 gescheitert, im Mai 2018 gab der Planungsverband Stubaital den Auftrag zur Gründung einer Arbeitsgruppe „FC Stubai“. „Wir waren uns von Beginn an einig, die Zukunft des Stubaier Fußballs gemeinsam aktiv zu gestalten“, erinnert sich Ramon Ram, designierter Obmann des FC Stubai, an die konstituierende Sitzung mit seinen Mitstreitern Hubert Siller (Leiter der Arbeitsgruppe), Bürgermeister Daniel Stern (Planungsverband), Richard Hammer (Zukunft Stubai), Florian Kindl, Martin Ellmerer (beide Neustift), Martin Krösbacher (Fulpmes), Jürgen Lackner, Gerhard Köchl (Mieders), Dirk Kuhlewind, Stefan Pertl-Piegger (beide Schönberg) und Benedikt Müller (Telfes) Anfang August 2018.

Nachwuchs im Mittelpunkt

Besonderes Augenmerk will der neue Verein auf den Nachwuchs legen. „Wir wollen den ‚Stubaier Weg’ vom Nachwuchs bis in die absolute Spitze gehen. Unser Ziel ist es, eigene Talente auszubilden und zu einer der besten Ausbildungsadressen Tirols zu werden“, erklärt Jürgen Lackner. Mittelfristig ist eine Regionalakademie das Ziel, die auf die bestehende, erfolgreiche Talenteschiene der SPG Stubaital mit zwei A-Lizenztrainern aufbauen soll. Auch im Schulbereich sind Kooperationen angedacht. „Für den Nachwuchs ist – anders als vielerorts üblich – ein beträchtlicher Anteil des Budgets reserviert. Im Kampfmannschaftsbereich werden wir mit den Spielern arbeiten, die schon da sind. Möglicherweise kommt das ein oder andere Stubaier Talent dazu, das derzeit nicht im Stubaital spielt “ verspricht Florian Kindl im Namen des designierten Vereinsvorstandes. In der Startsaison werden rund 20 Nachwuchsmannschaften – von mehreren U7 bis zu einer U16 – am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen.

„Tirolweites Vorzeigeprojekt“

Der FC Stubai strebt eine Vorreiterrolle an und will den Sport im Stubaital nachhaltig sichern und professionell gestalten. „Wir wollen Rahmenbedingungen und Ideenaufzeigen, denen andere Vereine in Zukunft folgen können“, erklärt Martin Krösbacher. Aber auch auf höherer Ebene schlägt das Projekt bereits Wellen. „Wir haben bei unseren Präsentationen und Gesprächen mit dem für Sport zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und dem Präsidenten des Tiroler Fußballverbandes, Sepp Geisler, nur Lob für die professionelle Herangehensweise und Unterstützung für das Projekt zugesagt bekommen“, berichtet Bürgermeister Daniel Stern und Projektmoderator Hubert Siller ergänzt: „Der FC Stubai wird das mutige Ergebnis einer in die Zukunft gerichteten Denkweise von vier Vereinen und fünf Gemeinden.“

FC Stubai präsentiert Hauptsponsor

Als namensgebender Hauptsponsor für das Zukunftsprojekt konnte der Tourismusverband Stubai Tirol gewonnen werden. „Neben Skifahren, Rodeln, Wandern und Radfahren ist Fußball der Breitensport in unserem Tal. Wir leben von einer aktiven Bevölkerung und investieren laufend in Infrastrukturprojekte, die sehr stark auch von den Einheimischen genutzt werden“, erklärt der Obmann des Tourismusverbandes Stubai Tirol, Sepp Rettenbacher. Stellvertretend für die Arbeitsgruppe spricht Ramon Ram den Verantwortlichen des Tourismusverbandes seinen Dank aus: „Der Tourismusverband Stubai Tirol unterstützt den FC Stubai in den kommenden fünf Jahren kräftig und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Identitätsstiftung im Tal. Wir sind uns bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist!“

Frage des Spielorts bereits geklärt

Die vorhandenen Ortstrukturen – die Sportplätze als Treffpunkte und Teil des Dorflebens – bleiben auch im FC Stubai erhalten. Die Spiele der zum Start rund zwanzig Nachwuchsmannschaften sowie der Kampfmannschaften und der Damenmannschaft (gemeinsam mit SV Matrei) werden auf alle Fußballplätze gerecht und nach sinnvollen Gesichtspunkten verteilt. So wird die Landesliga- ebenso wie die Gebietsligamannschaft abwechselnd in Neustift und Fulpmes spielen. Die Perspektiv-Mannschaft in der 2. Klasse Mitte wird ihre Heimspiele vorwiegend in Mieders und Schönberg bestreiten. Bei der Abwicklung des Spielbetriebes kommt die Nähe der vier Sportplätze zueinander sehr gelegen. Vom Schönberger Alpenstadion zur Neustifter Arena sind es nicht einmal zehn Kilometer.

Johannes Posani
Johannes Posani - Administrator
johannes.posani@fanreport.at

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