Watzke: Trainingsverbot „nicht sinnvoll“

16.03.2020

Verbot Fußball Training Trainingsverbot Platz gesperrt Fotocredit: Pixabay
In Österreich herrscht derzeit für Sportvereine ein Trainingsstopp. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke kann dem Verbot trotz der Corona-Gefahr nichts abgewinnen.
11teamsports Aktion
Nachdem bereits der Spielbetrieb eingestellt wurde, hat der ÖFB am Sonntag eine weitere Maßnahme zur Bekämpfung des Coronavirus bekannt gegeben. So herrscht ab sofort ein Trainingsverbot.

"Der Fußball ist gefordert, seinen Beitrag zu leisten, damit wir alle gemeinsam diese Krise meistern. Wir appellieren an alle Österreicherinnen und Österreicher, den Maßnahmen der Bundesregierung Folge zu leisten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum. Bleiben Sie zu Hause, wenn es möglich ist!", sagt ÖFB-Präsident Leo Windtner.
 
Watzke: "Werden normales Fußballspiel lange nicht mehr erleben"

Neben der österreichischen Bundesliga haben auch die großen Ligen Europas derzeit den Spielbetrieb eingestellt. „Ein normales Fußballspiel werden wir sehr lange nicht mehr erleben. Wenn wir in dieser Saison noch einmal spielen, dann werden es Geisterspiele sein. Das ist völlig klar“, sagte Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke am Sonntag in der Sportschau.

Einem Trainingsverbot kann der 60-Jährige aber nur wenig abgewinnen: „Das kann nicht sinnvoll sein. Wir müssen ja irgendwann zur Normalität zurückkehren. Wir sollten es auch nicht übertreiben. Die Gesundheitsgefahr für eine Profi-Mannschaft würde ich als nicht so gravierend einstufen.“

Würde die deutsche Bundesliga abgebrochen werden, „dann wird es für einige Klubs sehr, sehr schwierig“, prognostiziert der BVB-Macher.
 
Hoeneß: "Denken Sie an Italien!"

Der jahrelange Bayern-Boss Uli Hoeneß sieht die Prioritäten derzeit anders gelagert, wie er im SPORT1-Doppelpass betont: „Denken Sie an Italien, wo ein Arzt darüber entscheiden muss, ob er einem 75- oder 80-Jährigen das Beatmungsgerät abschalten muss, weil es für einen 55-Jährigen demnächst reserviert ist.“ Das seien wesentlichere Probleme. „Da müssen wir uns nicht darüber ärgern, wann die Bundesliga beginnt.“
 
Klopp: "Heute ist Fußball nicht wichtig"

Einen ähnlichen Ton schlägt auch Star-Coach Jürgen Klopp an. Der 52-Jährige führt derzeit mit dem FC Liverpool quasi uneinholbar mit 25 Zählern Vorsprung die Premiere League an, doch auch das britische Oberhaus pausiert vorerst bis 3. April. Auf der Klub-Homepage wird Klopp wie folgt zitiert: „Heute sind Fußball und Fußballspiele wirklich nicht wichtig.“

Natürlich wolle man nicht vor leeren Rängen spielen und natürlich sei es keine schöne Sache, wenn Spiele oder gar Wettbewerbe abgesagt werden müssten. „Aber wenn diese Maßnahmen dabei helfen, dass auch nur ein Mensch dadurch gesund bleibt, werden wir keine Fragen stellen“, so Klopp. Wenn man sich entscheiden müsse zwischen dem Fußball und dem Wohl der Gesellschaft, dürfe es in diesem Fall keine zwei Meinungen geben.

Johannes Posani
Johannes Posani - Administrator
johannes.posani@fanreport.at

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