Schiri? „Bin froh, diese Entscheidung getroffen zu haben“

10.04.2018

Enes Duranovic Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus
Ihnen wird im Fußball oft der schwarze Peter zugeschoben: Den Unparteiischen. Warum Enes Duranovic trotzdem Schiedsrichter geworden ist, erklärt er uns im fanreport.com-Interview.
Sportkabine
fanreport.com: Enes, du warst selbst Amateurkicker, nun Schiedsrichter. Wie bist du dazu gekommen?

Duranovic: Nach einer schweren Knieverletzung habe ich mich nicht mehr dazu motivieren können, wieder aktiv zu Fußball zu spielen. Da mein Vater und einige Freunde Schiedsrichter sind, wollte ich das dann auch werde.

fanreport.com: Welche Ausbildung hast du bislang durchlaufen, um als Schiedsrichter tätig sein zu können?

Duranovic: Im Oktober habe ich einen fünftägigen Grundkurs beim Salzburger Fußballverband besucht. Dort lernt man in 24 Unterrichtseinheiten die FIFA Fußballregeln 1 bis 17 und legt danach eine kleine Prüfung ab. Im Jänner gab es dann noch eine Winterschulung, die für jeden Schiedsrichter Pflicht ist und wo man auch viel Wissenswertes mitnimmt. Vor drei Wochen habe ich noch den Assistentenkurs absolviert und darf ab sofort auf die „Linie.
 
fanreport.com: Welche Lizenz braucht man als Schiedsrichter für die Salzburger Liga, welche für die Bundesliga?

Duranovic: Lizenzen gibt es keine, wir werden nach Leistungsstufen eingeteilt. Man fängt in der neunten Leistungsstufe an und arbeitet sich dann nach oben. Man steigt auf, wenn der jährliche FIFA-Lauftest bestanden wird und zweimal im Jahr muss man einen Regeltest bestehen. Außerdem muss man zweimal wöchentlich mit dem Schiedsrichterteam aus seinem Bezirk oder in unserem Fall Gau trainieren. Zwei-, bis dreimal wird man während der Saison bei einem Spiel beobachtet und erhält eine Note. Die Beobachter kündigen sich aber vorher an. Für die Salzburger Liga muss man in der vierten Leistungsstufe sein, da möchte ich in etwa drei Jahren sein.

fanreport.com: Welche Motivation steckt dahinter, das du Schiedsrichter geworden bist?

Duranovic: Ganz ehrlich? Ich kann es gar nicht sagen, aber ich wollte schon immer Schiedsrichter werden und nach meiner Verletzung wollte ich zurück in den Fußball und versuche es nun als Schiedsrichter. Auch wenn ich bis jetzt „nur“ im Nachwuchs pfeife, bin ich echt froh, diese Entscheidung getroffen zu haben, denn es macht sehr viel Spaß.

fanreport.com: Du bist selbst ein ehemaliger Kicker. Kannst du dich daher als Schiedsrichter besser in die Spieler hineinversetzen?

Duranovic: Ja klar, ich tue mir schon etwas leichter, weil ich mich in ein paar Situationen sehr gut hineinversetzen kann.

fanreport.com: Was ist deiner Meinung nach das Schwierigste am Schiedsrichter-Sein?

Duranovic: Das Schwierigste ist, die Konzentration über das ganze Spiel hochzuhalten, denn es kann in jedem Augenblick etwas passieren und du musst dann die richtige Entscheidung treffen können.

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Johannes Posani
Johannes Posani - Chefredakteur
johannes.posani@fanreport.at

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