"Spielerisch zähle ich uns zu den Top-3-Teams"

15.12.2019

Andreas Scherer Radstadt Schiedsrichter Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus
Andreas Scherer coacht seit dieser Saison die junge 1b des TSV St. Johann. Die Pongauer überwintern derzeit auf Rang sieben in der 2. Landesliga Süd. Im fanreport.com-Interview spricht Scherer über die Zusammenarbeit mit der Kampfmannschaft, erklärt, wieso er seine Spielanlage verändert hat und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.
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fanreport.com: Andreas, wie zufrieden bist du mit der abgelaufenen Herbstsaison?

Scherer: Die Voraussetzungen waren, bedingt durch die Abgänge einiger Stammspieler und Leistungsträger, nicht sehr einfach. Wir haben uns in der Breite fast ausschließlich durch junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs verstärkt und waren doch ein mehr oder weniger neu zusammengewürfeltes Team. Es war zu erwarten, dass wir – auch aufgrund unseres äußerst jungen Durchschnittsalters mit einer beispielsweise jüngsten Startelf von 17,3 Jahren – vor allem mit der Konstanz zu kämpfen haben werden. Summa Summarum haben wir mit dem siebten Tabellenplatz unsere Erwartungen erfüllt.

fanreport.com: Wo gibt es Verbesserungspotential?

Scherer: Mit der Punkteausbeute bin ich nur bedingt zufrieden, da wir – vor allem durch teils fehlende Konsequenz und Entschlossenheit im Torabschluss – viele weitere mögliche Punkte liegengelassen haben und oft als deutlich spielbestimmende Mannschaft nicht als Sieger vom Platz gegangen sind. Positives Highlight war hingegen der überzeugende 1:0-Derbysieg über dem - ansonsten im Jahr 2019 ungeschlagenen - Tabellenführer aus St. Martin.

fanreport.com: Wie sieht der Fahrplan für die Vorbereitung aus?

Scherer: Wir haben noch zwei Wochen nach Abschluss der Herbstsaison in der Halle trainiert. Die ersten beiden Dezember-Wochen hatte meine Mannschaft frei und danach geht es über ins Heimprogramm, welches die Spieler über Weihnachten und dem Jahreswechsel selbstständig zu absolvieren haben. Durch meine Tätigkeit als Personal Trainer und meiner langjährigen Berufserfahrung im Fitnessbereich, kann ich meinen Spielern auch eine individuelle Betreuung anbieten, um die Winterpause noch effektiver nutzen zu können. Gemeinsamer Trainingsauftakt am Kunstrasen ist dann am Montag, dem 27. Jänner, und das erste Testspiel bestreiten wir am 8. Februar gegen den USK St. Koloman. Weiters testen wir gegen FC Annaberg, SC Leogang, SC Pfarrwerfen, SV Schwarzach, UFC Radstadt und zum Abschluss gegen den Ligakonkurrenten aus Eben.

fanreport.com: Welche Ziele verfolgt ihr im Frühjahr?

Scherer: Mein Ziel als Trainer und jenes des Vereins ist in erster Linie die jungen Spieler weiterzuentwickeln und an die erste Mannschaft heranzuführen. Mit - dem mittlerweile 16-jährigen - David Granegger (mit 9 Toren in 12 Spielen unser Top-Torschütze der Herbstsaison) hat in dieser Saison bereits ein weiterer Spieler den Sprung aus der 1b in die Regionalliga-Mannschaft geschafft und ist dort auch zu einigen Einsätzen gekommen. Dieser Weg, wie in beispielsweise David aus dem eigenen Nachwuchs über die 1b in die erste Mannschaft geschafft hat, ist auch jener, welchen wir hier in St. Johann klar bevorzugen und anstreben. Ich bin überzeugt, dass diesen Schritt weitere junge Spieler vom derzeitigen Kader schaffen können und werden, wenn sie dieses Ziel mit der nötigen Eigenverantwortung und Disziplin konsequent verfolgen. In der Liga wollen wir uns auch am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte wiederfinden und somit das Ergebnis der Vorsaison toppen.

fanreport.com: wieviel deiner Vorstellungen hast du als Trainer nach einem halben Jahr schon umsetzen können?

Scherer: Kurz und knapp gesagt – Einiges, aber bei weitem noch nicht alles. Ich weiß aber genau, woran wir zu arbeiten haben und dafür werden wir die Monate bis hin zum Frühjahrsauftakt nutzen.

fanreport.com: Auf Tabellenführer St. Martin fehlen doch schon 17 Zähler. Hast du damit gerechnet, dass ihr eher nach unten als nach oben schauen müsst?

Scherer: Vor Beginn der Saison haben mir einige Experten gesagt, dass ich mit diesem Schritt zu einem Abstiegskandidaten in dieser Liga wechseln würde. Ich jedoch war von Beginn an davon überzeugt, dass dem nicht so ist und wir haben damit gerechnet, dass wir uns in der Liga ungefähr dort wiederfinden werden, wo wir derzeit stehen. Im spielerischen Bereich zähle ich uns, ohne zu zögern, zu den Top-3-Mannschaften dieser Liga. Unsere Defizite haben wir derzeit noch klar in anderen Punkten, welche aber zu groß sind, um ganz vorne mitspielen zu können. Die ersten Spiele im Frühjahr werden aber sehr wichtig sein und unser Ziel ist es, uns so schnell wie möglich auch punktemäßig von den hinteren Mannschaften und dem hinteren Tabellendrittel, absetzen zu können.

fanreport.com: Inwieweit arbeitest du mit Kampfmannschafts-Coach Ernst Lottermoser zusammen?

Scherer: Die Zusammenarbeit zwischen erster Mannschaft und 1b funktioniert bei uns in St. Johann hervorragend. Ernst Lottermoser, sein Trainerteam und ich sind in ständigem Kontakt und kommunizieren sehr viel und detailliert. Auch Spieler, welche vorrübergehend mal nicht in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen, fügen sich bei uns in der „Zweiten“ gut ein und nutzen die Spiele bei uns, um sich wieder für die Regionalliga zu beweisen.

fanreport.com: hast du deine Spielidee im Vergleich vor vorherigen Stationen eigentlich umgestellt?

Scherer: In Puncto Spielanlage ja. Ganz einfach, weil hier in St. Johann ganz andere Voraussetzungen herrschen und ich – im Vergleich zu meiner letzten Station - komplett andere Spielertypen im Kader habe. In Puncto Grundtugenden nein. Auch hier habe ich klare Vorstellungen – welche aber immer unverändert bleiben werden – und ich finde es wichtig, dass die Mannschaft den Willen zeigt, diese Erwartungen – sowohl im Training als auch im Spiel - auf den Platz umzusetzen. Das ist hier in St. Johann definitiv der Fall, ich fühle mich im Verein sehr wohl und kann mich mit der grundsätzlichen Idee hier sehr gut identifizieren.

fanreport.com: Wie steht es mittlerweile um deine Trainerausbildung?

Scherer: In Puncto Ausbildung bin ich derzeit am schnellstmöglichen Weg, welcher - von meinem Beginn an in der Ausbildungsschiene - möglich war und derzeit im Besitz der UEFA-B-Lizenz. Mein Ziel ist es, im kommenden Jahr in die Ausbildung zur UEFA-A-Lizenz einsteigen zu können. Zudem freut es mich, dass ich seit dieser Saison auch Teil des Landesverbandsausbildungszentrums bin und hier als Individualtrainer im LAZ-Bischofshofen bzw. hauptsächlich in der LAZ-Vorstufe Pfarrwerfen tätig sein darf.

fanreport.com: Vielen Dank für das Gespräch.

Johannes Posani
Johannes Posani - Administrator
johannes.posani@fanreport.at

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