Wie geht es mit den Kunstrasenplätzen weiter?

29.07.2019

Kunstrasen Fotocredit: Pixabay
Die EU plant, ab 2022 Granulat, das für Kunstrasenplätze verwendet wird, zu verbieten. Das ruft die heimische Politik auf den Plan.
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Das von der Europäischen Union geplante Verbot von Mikroplastik könnte für den Fußball weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Denn auch Granulat, das für Kunstrasenplätze verwendet wird, würde unter dieses Verbot fallen.

Wie der ORF berichtet, gibt es in Österreich insgesamt 259 Kunstrasenplätze. Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) hoffe in dieser Causa auf den Europäischen Fußballverband (UEFA), der die Interessen europäischen Fußballs gegenüber der EU vertreten solle.

Das geplante Verbot stößt beim Sportsprecher der Wiener FPÖ, Dietrich Kops, auf wenig Gegenliebe: „Ein Aus dieser Kunstrasen-Plätze würde auch ein Aus für viele kleine Fußballvereine bedeuten.“ Denn: Ein Rasenplatz koste viel Geld und müsse täglich gepflegt werden. Dies würde wiederum zusätzliche Kosten verursachen. Abgesehen von den zusätzlichen Kosten für einen Rasenplatz würde dieser den Belastungen des intensiven Trainings,- und Spielbetriebes nicht standhalten.

Kops fordert daher eine Ausnahmeregelung und ersucht die Bundesregierung, bei den zuständigen EU-Stellen aktiv zu werden.
 
Kunstrasen: Das fordert die Politik

Auch der SPÖ-Europaabgeordnete und Bürgermeister von Bad Ischl, Hannes Heide, sieht ein mögliches Kunstrasen-Verbot kritisch: „Mikroplastik ist ein Riesenproblem, das wir weltweit in den Griff bekommen müssen. Die EU hat deshalb bereits nachvollziehbare Maßnahmen gegen Einwegplastik beschlossen. Der Zugang zum Sport muss aber weiterhin leicht möglich sein. Gerade der Fußballsport hat gesellschaftlich einen hohen Wert, vor allem weil Jugendlichen die Möglichkeit zu sportlicher Aktivität gegeben wird und im Fußball in der Integrationsarbeit unglaublich viel geleistet wird.“

Heide wünscht sich daher die konsequente Entwicklung von umweltfreundlichen Ersatzprodukten und entsprechende Übergangsfristen: "Ich werde mich im EU-Parlament für eine vernünftige Lösung einsetzen, die nicht den Umweltschutz gegen Fußballvereine ausspielt. Denn mit reiner Panikmache ist niemandem geholfen. Fußballvereine und Gemeinden dürfen nicht alleine gelassen werden, wenn Umrüstungen notwendig werden."

Derzeit laufe zu der Causa noch ein Konsultationsverfahren. Ein Änderungsvorschlag der Verordnung werde frühestens im Frühling 2020 der EU-Kommission vorgelegt werden. Dann werde festgestellt, ob Mikroplastik, wie es sich im Granulat der Kunstrasen befindet, in der betreffenden Verordnung verboten werde.

Johannes Posani
Johannes Posani - Administrator
johannes.posani@fanreport.at

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