Dank USA Profikarriere in Sicht!

29.09.2016

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Kevin Stoffle erhielt ein Sportstipendium am Bluefield College in Virginia. Wie es zu diesem Wechsel kam, welche Unterschiede es bei den Regeln gibt uvm erzählt der 19-Jährige im ausführlichen Interview.
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Kevin Stoffle kickte beim ATSV Fischamend (1. Klasse Ost) und bei FC 1980 Wien (2. Landesliga), mittlerweile träumt der Angreifer in den USA von einer Profikarriere. Der 19-Jährige erhielt ein Sportstipendium am Bluefield College in Virginia. Wie es zu diesem Wechsel kam, welche Unterschiede es bei den Regeln gibt uvm erzählt und Kevin Stoffle im ausführlichen Interview.

>>Impressionen aus den USA<<

fanreport.com: Du bist im Sommer aus der 2. Landesliga in Wien in die USA ans Bluefield College in Virginia gewechselt – wie kam der Transfer zustande?

Zustande kam witziger weise eigentlich alles durch ein Buch. Es ging um einen deutschen Austauschstudenten in den USA und das hat mich so inspiriert, da dachte ich mir. "Ich kann das auch!" Ich habe mich dann im Internet umgesehen nach Austauschprogrammen und bin auf "Scholarbook" gestoßen. Das ist eine Firma die einen ermöglicht ein Sportstipendium in den USA zu bekommen. Die habe ich dann kontaktiert und so nahm das alles seinen Lauf. Dass das wirklich so Zustande kommt, konnte ich mir am Anfang eigentlich nur erträumen.

Ich denke eine Profikarriere ist gar nicht mehr so abwegig
Kevin Stoffle

fanreport.com: Wie darf man sich deinen Alltag vorstellen?

Mein Alltag ist ziemlich stressig. Meistens beginnt er um 8-9:30 mit meinen Klassen, manchmal aber auch um 6:00 mit einer Laufeinheit. Vom System her ist das hier in etwa mit einer Fachhochschule vergleichbar. Man hat seine bestimmten Kurse und ich komme in der Woche "nur" auf 15 Wochenstunden. Man bekommt aber ununterbrochen ziemlich viel Hausaufgaben auf, also bin ich auch nach den Klassen in den Computerräumen um diese zu erledigen. Um 15 Uhr bin ich meistens schon im Athletic Training Room um meine Behandlungen zu bekommen. Training von 16 bis 18 Uhr und dann danach meistens ein Eisbad für die Muskeln. Am Abend spiel ich mit meinem Zimmerkollegen meistens FIFA oder je nach Hausaufgabenlage arbeiten bis spät in die Nacht. Aufgrund meiner Verletzung (Anm. Kreuzbandriss, beide Seitenbänder und Meniskusriss) habe ich jetzt einen etwas anderen Tagesablauf. Meistens mache ich zwischen oder nach meinen Kursen die Reha hier und verbringe bis zu 3-4 Stunden am Tag dort. Das heißt ich habe noch weniger Zeit als davor für Hausaufgaben und lernen.

fanreport.com: Mit welcher Liga bzw. Leistungsstufe würdest du die Liga in Österreich vergleichen?

Von der Leistungsstufe variert das ganze hier sehr stark. Es kommt darauf an, ob es Conference oder Non-Conference Games sind. Unsere Conference ist eine der stärksten des Landes und dementsprechend auch sehr fordernd. Ich würde es vergleichen mit Landesliga bis Regionalliga Niveau. Aber eher körperlich und läuferisch als technisch. Es gibt bei den Non-Conference Games aber auch ziemlich "schwache" Teams die man eher mit der 1. Klasse vergleichen kann.

fanreport.com: Wo liegen die größten Unterschiede zwischen dem Fußball in Österreich und den USA?

Der große Unterschied ist sicherlich die Spielanlage und die Regeln. Die meisten Teams setzen auf körperlich und läuferisch starke Spieler, es gibt aber in manchen Teams auch ein paar Edeltechniker (meistens aus Europa oder Südamerika). Die Professionalität ist hier ganz klar viel höher als in Österreich. Beginnend bei zufälligen Drogentests bei Spielern, über die Behandlungsmöglichkeiten (wir haben 4 Physiotherapeuten) und die Anlagen selbst. Wir haben schon gegen Uni/Colleges gespielt die schönere Stadien hatten als die meisten Regionalliga und Erste Liga Vereine.

Kevin Stoffle USA
Kevin Stoffle genießt die Zeit in den USA.


fanreport.com: Wie sehen die Unterschiede in Punkto Regeln aus?

Das Spiel dauert 90 Minuten wie bei uns, allerdings falls ein Spiel nach den 90 Minuten unentschieden steht geht es in 2x10 Minuten Overtime. Diese Overtime wird allerdings im Goldengoal Modus gespielt. Trifft ein Team ist es vorbei! Das ist bei allen Spielen hier der Fall! Schimpfen oder Kritik, auch nur im Geringsten wird sofort mit Gelb oder gleich Rot bestraft. Es wird sehr viel Wert auf Fairness gelegt und somit gehen alle respektvoller miteinander um. Man kann beliebig oft ein- und auswechseln, wie bei einem Freundschaftsspiel. Einzige Regel: Ein Spieler kann pro Halbzeit einmal ein- und ausgewechselt werden. Das Spiel wir auch nicht vom Schiedsrichter, sondern von einem Countdown beendet, der von 10 Sekunden abwärts zählt.

fanreport.com: Hast du eine Rückkehr nach Österreich geplant?

Grundsätzlich ja, darüber habe ich mir allerdings noch nicht so viele Gedanken gemacht. Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt mal darin, mich auf mein Studium und meine Reha zu konzentrieren

fanreport.com: Wie sehen deine Ziele für die nächsten Jahre – strebst du eine Profikarriere an?

Ich möchte meine Zeit hier genießen so lange es geht und eventuell auch die Nationals in Florida erreichen. Ich möchte Spaß am Fußball haben, mich weiterentwickeln und verbessern und auch mit einer gewissen Professionalität weiter hier trainieren. Ich denke eine Profikarriere ist gar nicht mehr so abwegig, mein Hauptziel ist aber mein Studium zu beenden und einen "normalen" Beruf anstreben.

fanreport.com:Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

>>Impressionen aus den USA<<

Michael Höpp
Michael Höpp - Administrator
michael.hoepp@fanreport.at

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