Meister Ebreichsdorf im Portrait

12.06.2014

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Coach Djuricin berichtet von "geilen Matches, dem Gareth Bale der 2. Landesliga Ost" und von "supergeilen Menschen".
Sport & Marke
Das Maß aller Dinge
Der ASK Ebreichsdorf überstrahlte in dieser Saison in der 2. Landesliga Ost alles und jeden. Erster in der Herbst-Saison - Erster in der Rückrunden-Tabelle - bestes Heimteam - stärkste Auswärtsmannschaft - und überlegener Meister am Ende der Saison. Einzig den Titel des Torschützenkönigs krallte sich mit Christoph Monschein ein Spieler eines anderen Vereins. Den jungen Brunn-Goalgetter schnappten sich die Ebreichsdorfer gleich und engagierten ihn für die kommende Saison in der ersten Landesliga.

Die Festung Ebreichsdorf
Besonders imposant ist die (fast) makellose Heimbilanz des Meisters. Der ASK blieb in der neuen Heimstätte ungeschlagen. Zwölfmal in 13 Spielen in Ebreichsdorf ging die Djuricin-Truppe sogar als Sieger vom Platz - nur einmal reichte es gegen den ASK Bruck "nur" zu einem 1:1-Remis. Die Zuschauer honorierten die guten Leistungen ihrer Mannschaft und sorgten bei jedem Heim-Match für ein volles Haus.

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Die Ebreichsdorfer feiern ihren Meister-Trainer Goran Djuricin
Rückblick auf die Geschichte des ASK

Damit schaffte es der ASK Ebreichsdorf bereits im dritten Jahr in der 2. Landesliga Ost den Titel zu erringen. 2011 gelang dem Verein der Triumph in der Gebietsliga Süd/Südost und damit der Aufstieg in die zweite Landesliga. Insgesamt war dies der sechste Meistertitel in der Geschichte des ASK Ebreichsdorf seit 1946. Der Verein wurde bereits 1922 gegründet. 1973 und 1984 triumphierten die Ebreichsdorfer in der 2. Klasse Ost/Mitte 1985 folgte der erste Platz in der 1. Klasse Ost. Und im Jahr 1993 feierte der ASK den Titel in der damaligen Unterliga Süd/Südost.

Hier geht es zur Foto-Galerie von der Meisterfeier der Ebreichsdorfer direkt nach dem entscheidenden Spiel



Erfolgs-Trainer Goran Djuricin spricht im fanreport.com-Interview noch einmal über seine persönlichen Highlights der Saison 2013/14:

fanreport.com: Es war dein erster Titel als Trainer einer Kampfmannschaft. Was waren deine ersten Emotionen nach dem entscheidenden Schlusspfiff - nach der Fixierung des Meistertitels?
Goran Djuricin: Ich war in diesem Moment so tief in meiner Arbeit drinnen. Ich habe mir immer gesagt "Ich muss gewinnen" "Ich muss gewinnen". Der innerliche Druck von mir selbst war so groß - weil ich einfach extrem ehrgeizig bin. Jeder, der selbst ehrgeizig ist, kennt das. Ich wollte deshalb auch danach noch jedes Spiel gewinnen. Erst zwei Wochen später habe ich mir gesagt: "Gogo du kannst eh ruhig bleiben - es ist schon geschafft". Der Druck, den ich mir da selbst auferlegt habe, war nicht ohne für mich. Deshalb habe ich da ein bisschen länger gebraucht, um das zu realisieren. Aber zwei bis drei Wochen danach bin ich schon draufgekommen, dass das eigentlich ziemlich geil ist.

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Djuricin: "Erst zwei Wochen später habe ich mir gesagt: 'Gogo du kannst eh ruhig bleiben - es ist schon geschafft'".
fanreport.com:
Was hat nun die Mannschaft in dieser Saison so viel stärker gemacht als die Konkurrenten?
Goran Djuricin: Das waren drei Faktoren: Erstens die Qualität der Einzelspieler. Wir haben die meisten, und auch besten Einzelkönner in unseren Reihen gehabt. Zweitens hat sich die Mannschaft sehr gut verstanden. Die haben auch so, viel miteinander unternommen - und gehen gemeinsam viel fort. Drittens das geniale Umfeld beim Verein. Der Martinschitz, Wolfgang ist so ein supergeiler Mensch - er ist kompetent, korrekt und loyal. Der Wolfgang sagt, was Sache ist und hat nie negativen Druck gemacht. Der steht so felsenfest hinter mir - zum Beispiel beim Abgang vom Thomas Slawik - das war alleine meine Entscheidung. Und dann natürlich auch der Heidenreich, Wolfgang - der sportliche Leiter - bei uns geht einfach ein Rad ins Andere - da passt einfach alles. Und das sage ich nicht nur, weil wir jetzt Meister geworden sind. Jeder erledigt seinen Teil.

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"Der Schörgi ist auf der Seite abgegangen wie der Gareth Bale."
fanreport.com:
Welches Spiel beziehungsweise welche Spiele sind dir noch in besonderer Erinnerung geblieben?
Goran Djuricin: Da waren zwei bis drei Spiele. Zunächst das 7:0 gegen Langenlebarn - das war sehr geil - da haben wir den Ball so sensationell rennen lassen. Dann war da noch die erste Halbzeit gegen Bruck - wo wir dann nur Eins zu Eins gespielt haben und der Schiedsrichter das 2:0 vom Marusa nicht gegeben hat. So überlegen, wie wir da in der ersten Halbzeit waren, das war schon ganz geil. Und dann war da noch das Spiel gegen Eggendorf - wieder die erste Halbzeit - da ist die Kugel gelaufen - das war auch richtig geil.

fanreport.com: Nun ein Ausblick auf die kommende Saison: Was sind eure Ziele und wie schätzt du eure Chancen in der ersten Landesliga ein?
Goran Djuricin: Wir haben das besprochen und wir wollen einen Platz unter den ersten Fünf schaffen. Dann sind wir schon sehr gut unterwegs. In der ersten Landesliga sind einige Mannschaften, die unbedingt den Titel wollen. Und ich traue uns zu, dass wir uns nach diesen drei bis vier Top-Teams etablieren können. Das ist schon ein sehr hohes Ziel, aber das wollen wir erreichen.

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"Er hat in jedem Spiel rund 90 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen."
fanreport.com:
Welche Spieler aus eurer Mannschaft haben deiner Meinung nach in dieser Saison besonders herausgeragt?
Goran Djuricin:

über Predrag Ilic: Der Ilic hat in der Innenverteidigung herausragend gespielt. Er hat in jedem Spiel rund 90 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen.

über Marco Anderst: Der Marco Anderst hat auf der 6er-Position elf Tore geschossen und sechs Assists geliefert - ich denke, das sagt schon alles über seine Leistungen aus.

über Thomas Slawik: Ohne dem Slawik wären wir nicht Meister geworden. Er war für die Diagonal-Pässe verantwortlich und hat als Mittelfeldspieler 16 Tore geschossen.

über Alexander Schörg: Der Schörgi ist auf der Seite abgegangen wie der Gareth Bale. Er hat in jedem Match zehn bis zwanzig Flanken geschlagen. Und bei ihm schaut das Ganze auch noch so spektakulär aus - seine Leistungen waren einfach nur ab normal. Er war ja auch ungefähr an 60 Prozent der Tore von uns beteiligt.

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"Ohne dem Slawik wären wir nicht Meister geworden."
Fanreport.com
bedankt sich für das Interview, gratuliert zum Meistertitel und wünscht dem ASK Ebreichsdorf alles Gute für die kommende Saison in der ersten Landesliga.


Die Saisonanalyse im Überblick:
1. Der Meister im Portrait
2. Das Team der Saison
3. Der Spieler der Saison - Voting
4. Der Spieler der Saison - Interview
Philipp Marx
Philipp Marx - Redakteur
philipp.marx@fanreport.at

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