„Die Zuschauer haben mir gefehlt“

14.12.2020

Interview2
Mit der SU Bad Leonfelden lacht Benjamin Freudenthaler derzeit von der Tabellenspitze der Landesliga Ost. Im fanreport.com-Interview spricht er über die Herbstrunde und das bewegte Jahr 2020.
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fanreport.com: Wie hast du den Meisterschaftsherbst unter den Corona-Auflagen erlebt? Hat die Organisation reibungslos geklappt, habt ihr als Mannschaft damit gut umgehen können und inwiefern war es heuer im Herbst doch anders zu spielen?

Freudenthaler: Natürlich war es im Herbst ein bisschen schade, dass mir die Zuschauer gefehlt haben, weil diese im Fußball einfach sehr wichtig sind. Ich muss sagen, dass unser Verein ein tolles Sicherheitskonzept ausgearbeitet hat, sodass trotzdem immer wieder einige Leute zuschauen konnten. Das hat reibungslos funktioniert. Wir haben uns so aufs Wesentlich – nämlich aufs Kicken – konzentrieren können.

fanreport.com:  Wie hältst du dich aktuell fit, wie ist der Kontakt mit der Mannschaft?

Freudenthaler: Ich gehe aktuell zwei- bis dreimal in der Woche laufen. Natürlich fehlt mir da der Ball und natürlich ist es nicht dasselbe, wenn ich die Laufschuhe stattdessen anziehen muss.

Kontakt haben wir in der Mannschaft immer wieder in unserer Whatsapp-Gruppe, in der wir uns austauschen.

fanreport.com: Zum Sportlichen: Wie zufrieden warst du mit den bisherigen Spielen, wo ist noch Luft nach oben, was war gut?

Freudenthaler: Ich bin natürlich sehr zufrieden, weil wir derzeit ja Tabellenführer sind. Dazu haben wir noch zwei Spiele ausstehend, eine Nachtragspartie haben wir noch, weil wir unter der Saison einmal einen Verdachtsfall hatten, der sich zum Glück nicht bestätigt hat. Die letzte Runde wurde ja ohnehin abgesagt.

Es war unser Ziel, möglichst weit vorne dabei zu sein und als Herbstmeister, wenn man das so nennen will, haben wir uns in eine ganz gute Lage gebracht. Luft nach oben gibt es natürlich aber auch noch.

fanreport.com: 2020 war definitiv kein Jahr wie jedes andere: Wie fällt dein Rückblick auf diese außergewöhnliche Zeit aus?

Freudenthaler: Natürlich war das eine Phase, die man sich nicht unbedingt als Fußballer wünscht. Wenn die Leute rund herum fehlen, ist es einfach nicht dasselbe. Das ist mir auf jeden Fall abgegangen. Für mich persönlich habe ich schätzen gelernt, einfach kicken zu dürfen, wenn auch unter gewissen Auflagen.

Privat muss man natürlich das Beste aus der Situation machen. Ich bin sehr dankbar, dass meine Familie und ich gesund sind. Ich habe sicherlich gelernt, mir gewisse Alternativen zurechtzulegen in dieser Zeit, je nachdem was möglich ist. Ich bin viel mit meinem Hund unterwegs, bin viel in der Natur. Es ist natürlich eine ruhigere Zeit, aber die Ruhe tut auch einmal ganz gut. Man merkt erst was einem abgeht, wenn gewisse Dinge einmal nicht möglich sind.

fanreport.com: Was wünscht du dir für das Frühjahr? Sowohl sportlich wie auch abseits des Rasens, Stichwort Corona?

Freudenthaler: Ich wünsche mir, dass der Fußball wieder in einer gewohnten Art und Weise gespielt werden kann, dass wir wieder ins normale Leben übergehen können und dass wir die Meisterschaft zumindest zu Ende spielen können. Ob es wirklich einen Meister gibt oder eine aussagekräftige Tabelle gibt

Von einem Abbruch halte ich absolut nichts, das hatten wir ja schon. Ich fände es auch nicht fair

fanreport.com: Vielen Dank für das Gespräch.

Johannes Posani
Johannes Posani - Administrator
johannes.posani@fanreport.at

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