„Rechnen müssen wir mit allem“

14.12.2020

Andreas Scherer Radstadt Schiedsrichter Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus
Andreas Scherer, Trainer des TSV St. Johann 1b, spricht im fanreport.com-Interview über die außergewöhnliche Hinrunde, erklärt, wie er mit der aktuellen Situation umgeht und wagt einen Ausblick aufs Frühjahr.
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Mit 17 Zählern aus elf Partien überwintert St. Johanns 1b heuer auf Rang sieben in der 2. Landesliga Süd. Coach Andreas Scherer hat sich Zeit für ein Interview genommen.

fanreport.com: Wie hast du den Meisterschaftsherbst unter den Corona-Auflagen erlebt? Hat die Organisation reibungslos geklappt, habt ihr als Mannschaft damit gut umgehen können und inwiefern war es heuer im Herbst doch anders zu spielen?

Scherer: Es war nach der Zwangspause wieder sehr schön auf dem Rasen zu stehen und um Punkte zu fighten. Alle Vereine waren sehr bemüht, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen und es hat wirklich ausgezeichnet funktioniert. Von unserer Seite kann ich auch sagen, dass die Kommunikation betreffend der Corona-Maßnahmen – wie beispielsweise Zuschauerbeschränkungen, Zutritt für Gästefans – mit den Ligakonkurrenten stets sehr gut war und es so nie zu Problem und Missverständnissen kam.

Natürlich war der Herbst dennoch anders zu spielen als sonst. Ständig wurde gerätselt wie lange man spielen können wird und man war immer wieder mit neuen Auflagen und Beschränkungen konfrontiert. Meine Mannschaft hat unser vereinsinternes Präventionskonzept sehr vorbildlich umgesetzt und in jeglicher Situation verantwortungsbewusst agiert.

fanreport.com:  Wie hältst du dich aktuell fit, wie ist der Kontakt mit der Mannschaft?

Scherer: Nach dem frühzeitigen Ende der Herbstsaison gab es für meine Mannschaft eine Pause und nun befinden sich meine Spieler im Heimtraining. Der Kontakt mit der Mannschaft läuft über WhatsApp und Zoom-Meetings. Auch im LAZ sind unsere SpielerInnen weiterhin – durch Online-Trainings und Plattformen – top betreut.

fanreport.com: Zum Sportlichen: Wie zufrieden warst du mit den bisherigen Spielen, wo ist noch Luft nach oben, was war gut?

Scherer: Die erste Hälfte der Hinrunde verlief äußerst gut und so waren wir beispielsweise die einzige Mannschaft, die nach acht Runden immer noch ungeschlagen war. Leider mussten wir trotzdem über den gesamten Herbst hin gleich viermal in der Nachspielzeit einen Ausgleichstreffer hinnehmen und brachten uns somit selbst – meist leichtfertig - um eine deutlich bessere Punkteausbeute. In den letzten Spielen verloren wir dann etwas den Faden und finden uns nun im – für uns akzeptablen – Tabellenmittelfeld wieder.

Unser Ziel vor Beginn der Meisterschaft war es, mit dieser äußerst jungen Mannschaft, welche ein Durchschnittsalter von 18 Jahren aufweist, nichts mit dem Abstieg tun zu haben. Im Hinblick auf dieses Ziel sind wir auf einem guten Weg, aber es wäre wie gesagt im Herbst bei etwas mehr Effizienz und Entschlossenheit deutlich mehr möglich gewesen und somit bin ich nur bedingt zufrieden.

fanreport.com: Rechnest du damit, dass die Meisterschaft heuer im Frühjahr ortgesetzt werden kann oder würdest du unter Umständen auch einen Abbruch verstehen?

Scherer: Rechnen müssen wir, denke ich, mittlerweile mit allem und das tue ich auch. Ob eine Fortsetzung möglich sein wird, das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Meine Mannschaft und ich bereiten uns auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebes vor und werden die Situation dann so annehmen und akzeptieren wie sie ist. Ich denke, wichtig ist, dass wir als Team unsere Hausaufgaben machen. Ob und wann es dann weitergeht? Darüber haben wir keine Entscheidungskraft.

fanreport.com: 2020 war definitiv kein Jahr wie jedes andere: Wie fällt dein Rückblick auf diese außergewöhnliche Zeit aus?

Scherer: Ich denke, so außergewöhnlich ist diese Zeit mittlerweile nicht mehr. Wir leben ja nun schon seit geraumer Zeit mit den diversen Beschränkungen, Maßnahmen und den damit verbundenen Änderungen. Man hat wieder mal gesehen, dass wir nicht vor unvorhersehbaren Einflüssen gefeit sind und immer wieder mit neuen Situationen zu Recht kommen müssen. Jede und jeder war wohl – sowohl privat als auch beruflich – in einem anderen Ausmaß und auf unterschiedlicher Art und Weise eingeschränkt und stand vor individuell unterschiedlichen Herausforderungen. Ich kann in dieser Hinsicht nur für mich sprechen. Ich habe versucht, situationsgerecht das Bestmöglichste aus dieser Zeit zu machen und herauszuholen.

fanreport.com: Was wünscht du dir für das Frühjahr? Sowohl sportlich wie auch abseits des Rasens, Stichwort Corona?

Scherer: Natürlich wünsche ich mir – wie wahrscheinlich jede und jeder – eine schnellstmögliche Rückkehr zur kompletten Normalität und das sowohl sportlich wie auch abseits des Rasens.

fanreport.com: Vielen Dank für das Gespräch.

Johannes Posani
Johannes Posani - Administrator
johannes.posani@fanreport.at

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