"Der GAK ist meine große Leidenschaft!"

03.07.2017

Matthias Pasco
GAK-Stadionsprecher Mathias Pascottini im Gespräch
11teamsports Aktion 2 Mathias Pascottini hat in den letzten Jahren einiges mit dem GAK erlebt. In Interview erzählt uns u.a. der Stadionsprecher was den Verein so besonders macht und wie es in Zukunft weiter gehen soll.

fanreport.com: Vor wenigen Wochen feierte der GAK den Aufstieg in die Landesliga – Beschreib uns kurz deine Emotionen am Spieltag.

Vor dem Spiel gegen die SU Rebenland war ich sehr angespannt. Zugegebenermaßen: Nicht so angespannt wie eine Woche zuvor gegen Gleinstätten, weil ich sehr überzeugt davon war, dass unsere Jungs das gewinnen. Trotzdem war an diesem Tag an konzentriertes Arbeiten vor dem Match nicht zu denken – dafür hat es im Bauch zu sehr gekribbelt und meine Gedanken waren schon zu sehr beim Spiel. Deswegen bin ich schon lange vor Spielbeginn im Stadion gewesen und habe mich vorbereitet.

Während dem Spiel war mir von Minute 1 an klar, dass wir das Ding gewinnen. Unsere Mannschaft ist so souverän aufgetreten und hat dann zum Glück schnell auch eine sichere Führung erspielt. Danach war alles eine große Party – die Fans waren einmal mehr unglaublich. Ich hatte quasi durchgehend Gänsehaut. Mit dem Schlusspfiff ist dann alle Anspannung von mir abgefallen. Das ist auch in dem Video, das ich am Tag danach auf Facebook gepostet habe, nicht allzu schwer zu erkennen.

 

Die Übergabe des Meisterpokals und die Meisterfeier am Rasen haben mir dann richtig Spaß gemacht. Dort habe ich dann auch meine Stimme so gut wie verloren. Aber das war es auf alle Fälle wert.

fanreport.com: Wie sieht deine Vorbereitung auf ein Heimspiel des GAK aus?

Am Abend vor einem Match schreibe ich mir alle wichtigen Details zum Spiel zusammen – Tabellenplatzierungen, Statistiken, auffällige Spieler beider Teams, etc. Dazu kommen dann noch alle Infos zum Spieltagsablauf – Sponsornennungen, Gewinnspiele, besondere Interviews, die ich mir notiere. Am Heimspiel-Tag selbst bin ich in der Regel eine Stunde vor Spielbeginn in Weinzödl. Dort erstelle ich dann die Facebook-Grafik mit der Aufstellung unserer Mannschaft, plane Werbespots ein und moderiere dann ab ca. 20 Minuten vor Spielbeginn. 

fanreport.com: Der Aufstieg war in den letzten Jahren beim GAK schon Programm – kann es in der Landesliga so weitergehen?

Ich persönlich glaube: Nein. Andere Vereine, hinter denen oft große Gönner stehen, verstärken sich mit so großen Namen für die kommende Saison, dass der GAK als Aufsteiger für mich nicht zu den Topfavoriten für den Meistertitel zählt. Ich wäre sehr zufrieden mit einem Platz im oberen Mittelfeld. Alles was darüber hinaus geht, freut mich doppelt. 

fanreport.com: In der Landesliga freut man sich auf den GAK, sicherlich auch auf Grund der zahlreichen Zuschauer – was macht den GAK zu deinem Verein? 

Ich bin von klein auf GAK-Fan, war in der Volksschule schon einer von drei GAK-Schultaschen-Besitzern, denen 30 Sturm-Schultaschen-Besitzer gegenüberstanden. Ich habe beim GAK schon gegen Liverpool mitgezittert, den Meistertitel in der Südstadt gefeiert, als Kind beim letzten Bundesliga-Match in der UPC-Arena bitterlich geweint, mir den Hintern in Weiz, Mattersburg, Linz und sonstwo abgefroren, mir Sonnenbrände geholt und und und. Diese Erlebnisse schweißen zusammen.

Besonders großartig am heutigen GAK finde ich, dass er ein Projekt ist, dass aus purer Leidenschaft erfolgreich gemacht worden ist. So viele opfern ihre Freizeit, um dem GAK zu helfen. Vor und nach den Heimspielen gibt es zum Beispiel den Herbert, der stundenlang zusammenräumt und putzt. Am Ticketschalter sitzt unter anderem die Petra, die dadurch so gut wie jede erste Spielhälfte der Heimspiele verpasst. Nach den Spielen machen Rene, Claudia, Michael, Dieter und einige weitere Nachtschichten, um Videos, Fotos und den Matchbericht möglichst schnell ins Internet zu bekommen. Alle arbeiten ehrenamtlich – einfach aus Liebe zu den Roten. Der GAK ist zum Herzensprojekt vieler geworden. Das macht den GAK zu meinem Verein.

fanreport.com: Wo siehst du den GAK in fünf Jahren? 

Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, beim GAK nicht in so langen Zeitspannen zu denken. (lacht) Vor fünf Jahren hätte ich nicht gedacht, dass der GAK heute so gut und solide dasteht, wie er es jetzt tut. Deswegen traue ich mir keine Prognose zu.

Fix ist: Ich hätte absolut kein Problem damit, wenn wir in den nächsten Jahren noch einige Unterhaus-Spiele des GAK erleben. Mir macht es nämlich mehr Spaß, nach Wildon, Fürstenfeld oder Voitsberg zu fahren und Matches gegen Mannschaften zu sehen, die stark in ihrer Region verwurzelt sind, als mich in der Südstadt, in Mattersburg oder St. Pölten in halbleeren Stadien von viel weniger leidenschaftlichem Fußball zum Gähnen bringen zu lassen.

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fanreport.com: In den letzten Jahren gab es viele Höhen beim GAK – welches Spiel war dein persönliches Highlight?

Momentan ist für mich eindeutig das entscheidende Match gegen die SU Rebenland inklusive der Meisterfeier letzte Saison das Highlight. Da hat dramaturgisch einfach alles zusammengepasst: ausverkauftes Haus, frühe Führung, Meistertitel, Party! Das war der Hammer! Ansonsten waren für mich vor allem auch einige Steierercup-Matches Highligts, bei denen wir krasser Außenseiter waren und doch überraschen konnten. 

Wordrap:

Interessantester Interviewpartner: Ich durfte für die Kleine Zeitung die „Köpfe des Jahres 2016“ moderieren und viele spannende Menschen interviewen: Puppenspieler Nikolaus Habjan, Kabarettist Clemens Maria Schreiner, Sozial-Helfer Karl Winkelmayer und einige mehr. Diese Menschen haben wirklich spannende Geschichten zu erzählen. 

Diese Person möchte ich noch interviewen: Roger Federer. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. (lacht)

Diese Frage bereue ich: In der Regel bereue ich eher Fragen, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht gefragt habe.

Der GAK ist: meine große Leidenschaft


fanreport.com: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!


Michael Höpp
Michael Höpp - Administrator
michael.hoepp@fanreport.at

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