Der Herbstmeister im Porträt - Fortuna 05

02.12.2013

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DSV Fortuna 05, Absteiger aus der Wiener Liga, spielte eine starke Hinrunde und findet sich nach 15 Spieltagen auf Platz Eins der Tabelle wieder.
11teamsports Fußballschuhe Puma32 Punkte reichen zum Herbstmeistertitel
Nach 15 absolvierten Runden in Oberliga B haben zwei der sechzehn teilnehmenden Teams 32 Punkte erspielt. Zum einen AS Koma Elektra, zum anderen DSV Fortuna 05. Während die Erstgenannten mit einer Punkteteilung im Nachtragsspiel gegen Columbia die Chance verspielten, an Fortuna 05 vorbeizuspielen, verteidigten die Zweitgenannten trotz einer Niederlage in Schwechat in der letzten Runde den schon zuvor eingenommenen Platz an der Sonne und krönten sich dank der besseren Tordifferenz zum Herbstmeister und Winterkönig. Die Niederlage zum Abschluss war eine von lediglich drei Pleiten, die Fortuna im Laufe des Herbstes hinnehmen musste, die 32 erspielten Punkte sind trotzdem der niedrigste Wert eines Winterkönigs seit über sieben Jahren. Das lag allerdings nicht an der Performance der Nocella-Truppe, sondern an der Stärke und Ausgeglichenheit der Liga, umso größer ist die Tabellenführung nach 15 Runden einzuschätzen.

Eine Überraschung an der Tabellenspitze?
Wir freuen uns über die gute Hinrunde und wünschen uns entweder eine spannende Rückrunde, oder ein Frühjahr, indem es dank unserer Erfolgsserie nicht mehr so spannend ist! (lacht)
Olivier Nocella
Kramt man ein wenig im Archiv und stolpert man über das Ligaorakel, welches wir vor Beginn der Meisterschaft befragt haben, dann  könnte man zu dem Schluss kommen, dass Fortuna doch überraschend ganz oben zu finden ist. Keiner der befragten Trainer hatte die Döblinger erstgereiht und wollte sich auf sie als Aufsteiger festlegen. Im erweiterten Favoritenkreis waren die Grünen aber dann doch zu finden, ein halbes Dutzend Coaches räumte ihnen einen Platz unter den Top Drei ein. Dort fand sich Fortuna auch nahezu die gesammte Spielzeit wieder. Nach der ersten Runde auf Rang zwei klassiert, übernahm man danach die Tabellenführung, ehe man nach der ersten (und zu diesem Zeitpunkt doch überraschenden) Saisonniederlage gegen Klosterneuburg und der folgenden Pleite gegen den größten Konkurrenten Koma Elektra auf Rang Vier zurückfiel. Ab Spieltag Zwölf lachte man aber wieder vom Platz an der Sonne und gab diesen bis zur Winterpause nicht mehr her. Mit acht Wochen an der Spitze und Klassierungen nie schlechter als Platz Vier steht man damit auch verdient ganz oben.

Was Fortuna so stark macht
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Der Konkurrenz konnte man im Herbst des öfteren ein Bein stellen
Die Qualitäten der Döblinger liegen ganz klar im Offensivbereich. Mit 47 geschossenen Toren ist man nicht nur Liga-Spitze (und auch treffsicherer als alle anderen Teams in Wiener Liga und Oberliga A), sondern hat ganze 12 Treffer mehr geschoßen als die zweistärkste Offensivabteilung von LAC-Inter. Für nahezu jedes dritte Tor hat sich in der Hinrunde der beste Stürmer der Liga (15 Saisontore) Agron Mala verantwortlich gezeichnet, der damit einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg des Absteigers aus der Wiener Liga hatte. Die nächstbesten Schützen sind Michael Nussbaumer und Patrik Horak mit je fünf erfolgreichen Torabschlüssen, zusammen sind sie also an mehr als jedem zweiten Tor der Fortuna im direkten Abschluss beteiligt.
Auch wenn sie im Schatten der Angriffsreihen steht, darf aber auch die Abwehr nicht unerwähnt bleiben. Gerade 18 Mal musste Keeper Akos Török hinter sich greifen, nur drei Vereine ließen in den hinter uns liegenden 15 Runden weniger Gegentore zu. Die Kombination aus starkem Angriff und guter Verteidigung ist einer der Gründe für den Erfolg im Herbst. Dazu kommt die Heimstärke der Döblinger, die auf der heimischen Alm eine Macht sind und vor heimischem Publikum lediglich zweimal keinen Sieg feiern konnten. Neben der doch schmerzlichen Niederlage gegen Koma Elektra war ein Unentschieden gegen Albania dabei, die restlichen sechs Heimspiele wurden zum Teil deutlich gewonnen.

Woran es zu arbeiten gilt
So gut man auf dem heimischen Kunstrasenplatz auftritt, so schwer tut man sich in der Fremde. In der Auswärtstabelle liegt man mit Respektabstand auf die beiden Führenden auf Rang Drei, erspielte sich sechs Punkte weniger als vor heimischer Unterstützung und konnte nur halb so oft einnetzen. Das mag an der Beschaffenheit des hauseigenen Sportplatzes liegen, der ein sehr kompakter und überschaubarer Kunstrasenplatz ist, an den die Mannschaft gewöhnt und auf den man eingestellt ist. Auf fremden Plätzen von größeren Dimensionen tut man sich entsprechend schwerer, so auch bei den Niederlagen gegen Klosterneuburg und Schwechat. Weiters kassierte man zwar nur 18 Gegentore, hinten dicht halten konnte man aber nur in vier der 15 Partien und damit seltener als alle anderen direkten Konkurrenten. Apropos direkte Konkurrenz, auch hier hat die Elf von Olivier Nocella noch Verbesserungsbedarf. Nimmt man sich die Top Sechs der Herbstmeisterschaft her und wirft einen Blick auf die Begegnungen zwischen diesen und Fortuna 05, erschließt sich einem eine verbesserungswürdige Bilanz. Gegen LAC und Siemens gab es Erfolge, gegen Albania und WAF trennte man sich mit einem Remis und gegen Koma Elektra musste man sich wie schon erwähnt geschlagen geben.

Was im Frühjahr möglich sein wird

Fortuna fand sich von Beginn an in einem erweiterten Favoritenkreis wieder und wird dies auch bis zum Saisonende bleiben. Der Herbstmeistertitel ist eine schöne Momentaufnahme und liefert sicher genug Motivation, um auch im Frühjahr voll anzugreifen. Sollte die Mannschaft beisammen und die Leistungsträger fit bleiben, dann ist mit Fortuna auch im Frühjahr zu rechnen. Bei entsprechenden Leistungen ist dann in der spannendsten Oberliga B seit Jahren alles bis hin zum sofortigen Wiederaufstieg möglich.
Benedikt Neumayer
Benedikt Neumayer - Redakteur
benedikt.neumayer@fanreport.at

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