Rücktritt als letzter Impuls

06.10.2017

Christian Maurer Fotocredit: Matthias Reisinger
Christian Maurer findet ehrliche Worte über seinen Rücktritt.
SportkabineSeit Mitte Juni schwang Christian Maurer das Trainerzepter beim Landesligisten SV Haitzendorf, nach neun sieglosen und kräftezehrenden Runden zog er nun die Reißleine und erklärte seinen Rücktritt. "Es ist mir nicht gelungen, aus dem Kader eine schlagkräftige und erfolgreiche Mannschaft zusammenzustellen. Egal welche Überlegungen ich hatte, es ist mir so gut wie nichts aufgegangen", blickt Maurer auf die letzten Wochen zurück. "Wir haben uns mit teilweise extrem unnötigen Fehlern unsere Leistung kaputt gemacht, da spürst du als Trainer irgendwann eine gewisse Machtlosigkeit, die an einem nagt und einen innerlich etwas auffrisst. Wenn du dann merkst, dass es dir nicht mehr so gut geht, musst du die Reißleine ziehen."

Die Talfahrt der Haitzendorf fand bereits in der Vorsaison seinen Beginn, die Rückrunde unter Andreas Klein schloss man mit lediglich acht Punkten als Frühjahrs-Letzter ab.  "Wenn du schon in der Scheiße steckst, kommt noch Verletzungspech und das fehlende Glück dazu", meint Maurer. "Dann versucht man von Niederlage zu Niederlage noch mehr Energie und Einsatz an den Tag zu legen, was meistens schief geht." Der Rücktritt sollte somit Maurers letzter Impuls für Schaller und Co sein. "Ich hoffe, dass die Jungs dadurch noch enger zusammenrücken und den negativen Rucksack der letzten Wochen abnehmen können."

LOBENDE ABSCHLUSSWORTE
Seitens des Vereins bekam Maurer nach wie vor Rückendeckung, eine Trainerfrage in Haitzendorf gab es schlichtweg nicht. "Dass man als Trainer in solch einer Situation derartiges Vertrauen geschenkt bekommt, ist heutzutage sehr sehr selten und rechne ich Alfred Traht und Reiter Markus sehr sehr hoch an. Umso schwerer ist mir die Sache letzten Endes auch gefallen", bedauert Maurer, der nach 13 Jahren im Trainergeschäft die erste und wohlverdiente Pause einlegen möchte. "In den letzten 13 Jahren hatte ich nur drei Monate keinen Trainerjob gemacht, da war ich eigentlich selbst etwas erschrocken", schmunzelt er. "Es war eine sehr intensive und lehrreiche Zeit, die natürlich auch an den Kräften zerrt. Ich gehe davon aus, dass ich bis nächstes Jahr im Sommer meine Ruhe haben möchte, um mich selbst neu aufzustellen und alle Akkus wieder aufzuladen."











Lukas Mitmasser
Lukas Mitmasser - Administrator
lukas.mitmasser@gmx.at

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